Die Schweiz und Bosnien und Herzegowina treffen am Donnerstagnachmittag im Stadion von Los Angeles aufeinander. In diesem Spiel setzen beide Nationalmannschaften ihren Weg in der Qualifikationsphase für die Weltmeisterschaft 2026 in Gruppe B fort.
Die Schweiz will sich für das Unentschieden gegen Katar revanchieren, bei dem ihr in der Nachspielzeit durch ein Eigentor der Sieg entglitten war, während Bosnien und Herzegowina nach einem 1:1-Unentschieden gegen Kanada, einen der Mitausrichter, in Toronto in die Partie geht.
Schweiz
Die Schweiz geht mit einer gewissen Frustration in diese Partie, nachdem sie ihr Auftaktspiel gegen Katar mit einem 1:1-Unentschieden beendet hat. Die Mannschaft von Murat Yakin schien auf dem besten Weg zu sein, mit drei Punkten in die Gruppe B zu starten, nachdem Breel Embolo in der Anfangsphase einen Elfmeter verwandelt hatte, doch ein Eigentor in den letzten Sekunden bescherte der Schweiz ein Ergebnis, das als verpasste Chance empfunden wurde.
Dennoch gab es viele positive Aspekte in dieser Leistung. Die Schweiz erspielte sich genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen, kontrollierte weite Phasen der Partie und zeigte, warum sie als eine der stärksten Mannschaften dieser Gruppe gehandelt wurde. Das Problem war die mangelnde Chancenverwertung, und Yakin wird wissen, dass sich seine Mannschaft gegen Bosnien und Herzegowina eine solche Verschwendung von Chancen nicht leisten kann.
Die Schweiz kann auf eine solide Bilanz in der Gruppenphase der Weltmeisterschaften in jüngster Vergangenheit zurückblicken, und diese Erfahrung dürfte in einem Spiel entscheidend sein, in dem die Gruppe weiterhin völlig offen ist. Da Kanada, Katar, Bosnien und Herzegowina sowie die Schweiz jeweils einen Punkt auf dem Konto haben, könnte der zweite Spieltag den Verlauf der gesamten Gruppenphase bestimmen.
Die entscheidende Frage ist, ob die Schweiz ihre Überlegenheit in Tore ummünzen kann. Granit Xhaka kann im Mittelfeld das Tempo vorgeben, Embolo ist ein Anker im Angriff, während Rubén Vargas, Dan Ndoye und Remo Freuler der Schweiz helfen können, den Ball in die Gefahrenzonen zu bringen. Wenn der Favorit treffsicherer ist als gegen Katar, sollte er das Zeug zum Sieg haben, doch es ist unwahrscheinlich, dass Bosnien und Herzegowina es ihm leicht machen wird.
Neues aus dem Schweizer Team
Es wird erwartet, dass Murat Yakin nach dem Unentschieden gegen Katar an einem soliden Kern festhält. Die Schweiz hat keinen Grund zur Beunruhigung, doch der Nationaltrainer könnte nach kleinen Anpassungen im Angriff suchen, nachdem es seiner Mannschaft nicht gelungen ist, das Spiel zu entscheiden.
Gregor Kobel dürfte weiterhin als Stammtorhüter zum Einsatz kommen. In der Abwehr dürfte Manuel Akanji eine der Schlüsselfiguren sein, während Nico Elvedi, Ricardo Rodríguez und Silvan Widmer ebenfalls erfahrene Optionen darstellen.
Granit Xhaka ist weiterhin unverzichtbar im Schweizer Mittelfeld. Seine Spielübersicht, seine Gelassenheit und seine Führungsqualitäten werden gegen eine bosnisch-herzegowinische Nationalmannschaft wichtig sein, die sich in Zweikämpfen aggressiv und im Umschalten schnell zeigen kann.
Im Sturm dürfte Breel Embolo nach seinem Elfmetertreffer gegen Katar weiterhin die Führung übernehmen. Die Schweiz kann zudem auf Rubén Vargas, Dan Ndoye, Noah Okafor und Zeki Amdouni zurückgreifen, was Yakin verschiedene Optionen bietet, wenn er das Tempo des Spiels verändern möchte.
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina geht nach einem soliden 1:1-Unentschieden gegen Kanada in diese Partie. Die Mannschaft von Sergej Barbarez ging dank eines Treffers von Jovo Lukic in der ersten Halbzeit in Führung, konnte diesen Vorsprung nach der Pause jedoch nicht halten.
Dennoch war das Ergebnis positiv. Bosnien und Herzegowina vermied eine Niederlage gegen einen der Mitgastgeber, zeigte defensive Solidität und blieb im Kampf um das Weiterkommen im Rennen. Da im letzten Gruppenspiel noch die Begegnung mit Katar ansteht, würde ein positives Ergebnis gegen die Schweiz Bosnien und Herzegowina in eine sehr günstige Position bringen.
Auch diese Mannschaft hat eine solide Serie ohne Niederlage hingelegt. Unter der Leitung von Barbarez ist Bosnien und Herzegowina zu einer kompakteren und schwerer zu schlagenden Mannschaft geworden, und ihr direkter Spielstil kann den Gegnern, die nach Ballverlusten Lücken lassen, unangenehme Momente bereiten.
Sorgen bereitet jedoch die Effizienz im Angriff. Bosnien und Herzegowina hat gegen Kanada gut verteidigt, aber nach der Führung nicht genügend Torchancen herausgespielt. Gegen die Schweiz muss die Mannschaft bei den Umschaltphasen gefährlicher werden und Edin Dzeko oder Ermedin Demirovic im letzten Drittel des Spielfelds ausreichend Unterstützung bieten.
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Nachrichten zur Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina
Es wird erwartet, dass Sergej Barbarez dafür sorgen wird, dass Bosnien und Herzegowina organisiert und kompakt auftritt, insbesondere gegen eine Schweizer Nationalmannschaft, die voraussichtlich mehr Ballbesitz haben wird.
Nikola Vasilj dürfte weiterhin eine Schlüsselfigur im Tor sein. In der Abwehr bringen Sead Kolasinac und Amar Dedic wertvolle Erfahrung und Qualität in die bosnisch-herzegowinische Mannschaft ein, während die Innenverteidiger bei den Bewegungen von Embolo im Strafraum wachsam bleiben müssen.
Der Kampf im Mittelfeld wird entscheidend sein. Benjamin Tahirovic, Armin Gigovic und Ivan Basic gehören zu den Optionen, die Bosnien und Herzegowina helfen können, sich körperlich zu behaupten und die Schweiz daran zu hindern, den Ball zu leicht durch die zentralen Bereiche zu bewegen.
Im Sturm ist Edin Džeko nach wie vor die herausragende Figur im Kader und kann mit seinem Laufspiel, seiner Stärke und seiner Abschlussstärke weiterhin Einfluss auf die Spiele nehmen. Ermedin Demirović und Jovo Lukić bieten Barbarez ebenfalls Optionen im Angriff, wobei Lukić nach seinem Tor gegen Kanada in diese Partie geht.
Schweiz gegen Bosnien und Herzegowina: Wichtige Faktoren, die es zu beachten gilt
Die Schweiz spielte in ihrem ersten Spiel 1:1 unentschieden gegen Katar, nachdem sie in der Nachspielzeit ein Eigentor kassiert hatte.
Auch Bosnien und Herzegowina spielte bei seinem Debüt 1:1 unentschieden, als es in Toronto gegen den Mitgastgeber Kanada zu einem Remis kam.
Alle vier Mannschaften der Gruppe B liegen nach dem ersten Spieltag mit jeweils einem Punkt gleichauf.
Die Schweiz hat nur eines ihrer letzten acht WM-Gruppenspiele verloren.
Bosnien und Herzegowina ist seit neun Länderspielen ungeschlagen und gewann das einzige bisherige Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften – ein 2:0-Sieg in einem Freundschaftsspiel 2016 in Zürich.
Fazit
Die Schweiz verfügt über mehr Erfahrung im Turnier und dürfte das Spiel über weite Strecken kontrollieren. Yakins Mannschaft hat gegen Katar genügend Chancen herausgespielt, um das Spiel zu gewinnen, und wenn sie ihre Chancenverwertung verbessert, kann sie Bosnien und Herzegowina stark unter Druck setzen.
Dennoch scheint Bosnien und Herzegowina ein schwer zu schlagender Gegner zu sein. Barbarez hat eine kompakte und widerstandsfähige Mannschaft aufgebaut, und das Unentschieden gegen Kanada hat gezeigt, dass sie in der Lage ist, dem Druck auf der WM-Bühne standzuhalten. Mit Dzeko, Demirovic und Lukic im Angriff verfügt Bosnien und Herzegowina zudem über genügend Qualität, um die Schweiz zu bestrafen, sollte sich der Favorit zu sehr öffnen.
Man hat den Eindruck, dass dies ein Spiel sein wird, in dem sich beide Mannschaften der Bedeutung einer Niederlage bewusst sind. Die Schweiz mag zwar mehr Kontrolle haben, doch Bosnien und Herzegowina verfügt über genügend Struktur und Schwung, um im Spiel zu bleiben. Angesichts der großen Ausgeglichenheit in Gruppe B nach dem ersten Spieltag scheint ein weiteres Unentschieden eine sehr interessante Wette zu sein.
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